Hoffnungslauf – Roman


Hoffnungslauf – Ein Leben. Eine Chance.

Es hat zahllose Hürden und Hindernisse, unüberwindbare Grenzen und unheilvolle Fallen. Es kann arglistig sein, intrigant und böswillig. Kann betrügen und täuschen und birgt zudem tausende Gefahren: Das Leben.

Und während wir auf der Suche sind nach ein klein bisschen Glück, es jedoch nicht finden, stellen wir uns immer wieder die gleiche Frage: Wann ist ein Leben ein wirklich lebenswertes Leben – und wann ist es nichts anderes als eine große Enttäuschung?

Genau dieser Frage bin ich nachgegangen: Meine Protagonistin hat ganz bewusst keinen Namen, weil ihr Name keine Rolle spielt. Sie verkörpert alle jene, die auf der Suche sind. Ich schreibe auch nicht, aus welchem Land sie kommt oder in welchem sie lebt, denn auch das hat keine Bedeutung. Es geht vielmehr um die unverkennbare, bleischwere Last auf ihren Schultern. Meine Protagonistin nimmt uns mit in ihre unbeständige Welt und erzählt Stockwerk für Stockwerk welche Ereignisse sie erst in die Enge und am Ende auf das Dach eines Hochhauses treiben. Sie kommt mit dem Leser gemeinsam oben an und muss sich entscheiden – für oder gegen das Leben. Wird sie springen – wie am Anfang des Buches vor ihrem geistigen Auge?

Vielleicht ist es besser sich einmal fallen zu lassen, als tausendmal fallen gelassen zu werden. Oder?

Klappentext

Von der Suche nach Liebe und Glück vollkommen erschöpft und durch zahlreiche Rückschläge vom Leben zu oft bitter enttäuscht, stürzt sich eine Frau vom 28. Stockwerk eines Hochhauses in die Tiefe. Genau von dem Hochhaus, das der Mann gebaut hat, den sie liebte.

Während sie dort unten liegt, beginnt im 1. Stockwerk ihre Lebens- und Leidensgeschichte und führt Stufe für Stufe wieder hinauf in das 28. Stockwerk: Oben angekommen und wieder dort stehend, blickt sie hinab und muss ich entscheiden, ob sie aufgibt oder dem Leben, das nicht immer gut zu ihr war, eine zweite Chance gibt. Dunkelrot und in seiner Schwere kaum zu erfassen ist das klitzekleine Etwas, das ihr die Entscheidung leichter macht.

Kurzbeschreibung

Erst als Kind, dann als Mädchen, später als eine junge und zuletzt als eine gebrochene Frau, erzählt meine Protagonistin welche Ereignisse sie Schritt für Schritt das Hochhaus höher treiben und beschreibt Stockwerk für Stockwerk wie sie mit jedem neuen Abschnitt ihres unheilvollen Lebens und mit jeder neuen bitteren Enttäuschung ihrem Absturz immer näher kommt. Sie erkennt, „dass Ablehnung der langen Zündschnur eines Sprengstoffes gleicht: Sie zieht sich durch das ganze Leben und es nur eine Frage der Zeit, wann sie den Menschen erst innerlich, dann vollständig in die Luft jagt.“

Auszug

„Als mein Körper auf den nassen, kalten Boden aufprallte, hat es überhaupt nicht wehgetan. Vielleicht war ich aber auch nur abgelenkt durch die Schreie der Frauen, die mich von weit oben nach tief unten stürzen sahen. Vielleicht war ich abgelenkt von dem ohrenbetäubenden Lärm der Straße, dem vielen Hupen und dem Flugzeug über mir. Eigentlich ging es ganz schnell. Ich schlug zuerst mit der linken Gesichtshälfte auf, doch ich war nicht gleich tot. Nur noch ein kleiner Moment, kürzer als ein Lidschlag, dann sollte es vorbei sein.

Vorbei, was vor vielen Jahren an einem Donnerstag gegen fünf Uhr am späten Nachmittag in einer großen Klinik einer großen Stadt mit einem Weinen angefangen hatte. Natürlich weinen viele Babys. Ich jedoch sollte einen Grund für meine Tränen haben. Es wird noch etwas dauern, bis der Krankenwagen kommt, um meinen leblosen Körper wegzubringen.

Es wird dauern, durch den Verkehr dieser immer schreien-den und immer tobenden Stadt zu gelangen, die schaulustige Menschenmenge um mich herum zu durchbrechen, um mich zu erreichen und dann wegzutragen. So lange bleibt mir noch Zeit. Und solange ich hier liege, ist es eine gute Gelegenheit zu erzählen, warum ich hier liege. An einem Donnerstag, gegen fünf Uhr am späten Nachmittag, mitten auf dem Gehweg – und tot.“

 

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